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Auch hier tritt der Wadenstecher (Stomoxys) auf, jedoch nur dort wo ein Unterstand Schatten für die Brut bietet. Die auf Rindern sehr häufig in großen Zahlen auftretende kleine Weidestechfliege brütet im Rinderdung (Kuhfladen) und ist daher nur gelegentlich an Pferden zu finden, wenn Rinder in der Nähe weiden.

Generell stellen jedoch bei Pferden auf der Weide die nicht stechenden Fliegen den überwiegenden Teil der Lästlinge. Sie lecken und saugen an den Augen (Augenfliegen), an den Nüstern und am Maul. Dabei können sich ganze Trauben von Fliegen an den Köpfen der Pferde bilden und sorgen für andauernde Unruhe. Beim Lecken von Schleim an Wunden nehmen sie auch Krankheitserreger auf und verbreiten diese. Bindehaut- und Augenentzündungen sind die Folgen. Auch Magen- und Fadenwürmer werden durch Fliegen übertragen.

 
     
 

Sind Bremsen eigentlich auch Fliegen?
Bremsen sind mit den Fliegen nahe verwandt. Sie unterscheiden sich jedoch in der Anatomie und in der Biologie. Unsere Bremsenarten sind alle kräftige Flieger. Sie stechen schmerzhaft und saugen Blut. Bei den meisten der etwa 400 Arten saugt das Weibchen Blut, während das Männchen Blüten besucht. Ihre Entwicklung findet in feuchter Erde (amphibisch) im Schlamm und in der Erde an Gräben und Tümpeln statt. Die Entwicklung der Larvenstadien über die Puppen bis zu den fertigen Bremsen dauert bis zu drei Jahren. Die bei uns vorkommenden Arten haben ausgeprägte Saisonaktivitäten. In großen Zahlen und die längste Zeit sieht man bei uns die kleinen Regenbremsen Gebietsweise und während des Hochsommers treten auch die größeren Viehbremsen verstärkt auf.

 
 

 

 
   
     
 
 
 
 
 
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